Blutwerte

Die angegebenen Richtwerte können natürlich nicht Extremwerte berücksichtigen, die durch Alter, Schwangerschaft, Leistungssport oder z.B. einer Erkältung verursacht werden. Zudem hat auch immer die Probennahme und die angewandte Meßmethode einen Einfluß auf das Resultat. Die angegebenen Ursachen sind auf einige wenige beschränkt, weitergehende Informationen erhalten Sie in Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Hausarzt.

Tabelle 1: Wichtige Fettspiegel im Blut

zu niedrignormalerhöhtdeutlich erhöhtstark erhöht
Cholesterin bis 200 mg/dl201-250 mg/dl251-300 mg/dlüber 300 mg/dl
LDL-Cholesterin bis 135 mg/dl136-155 mg/dl156-200 mg/dlüber 200 mg/dl
HDL-Cholesterinunter 35 mg/dl m : 35-55 mg/dl
n : 45-65 mg/dl
Triglyceride bis 180 mg/dl181-300 mg/dl301-500 mg/dlüber 500 mg/dl

 

Eine Betrachtung des Gesamtcholesterins ist nicht aussagekräftig genug. Wichtig ist eine Unterscheidung in das als schädlich angesehene LDL-Cholesterins und in das als schützend angesehene HDL-Cholesterins. Das Verhältnis von HDL:LDL sollte zwischen 1:3 und 1:4 liegen. Ist nun der Cholesterinspiegel erhöht, steigt die Gefahr einer Arterienverkalkung und damit erhöht sich automatisch das Risiko einer koronaren Herzkrankheit mit den damit einhergehenden Folgen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Oft reicht eine konsequente Vermeidung sogenannter gesättigter Fette (Butter, Wurstwaren, Kokosnußöle). Wenn eine gesündere Ernährung und körperliches Training nicht mehr reicht, bietet sich, bevor eine medikamentöse Behandlung mit z.B. einem Cholesterinhemmer erfolgt, die zusätzliche Einnahme eines Artischocken-Präparates an.


Tabelle 2: Wichtige Blut-Parameter zur Erkennung von Diabetes

NormbereichSI-EinheitenUrsache wenn erhöhtUrs. wenn erniedrigt
Kalium3,6 — 5,4 mval/l3,6 — 5,4 mmol/lNiereninsuffizienz, Diabetes mellitusFlüssigkeitsverlust (Durchfall/Erbrechen)
Glucose70 — 110 mg/dl3,89 — 6,11 mmol/lDiabetes, PankreatitisAlkohol, körperliche Tätigkeit, Insulin-Gabe
Kreatinin< 1,2 mg/dl> 107 m mol/lNierenversagenJugendlicher Diabetes mellitus, Schwangerschaft

 

Eine Umrechnung von mg/100ml in mmol/1000ml läßt sich mit Hilfe des Faktors: 17,99 vornehmen; d.h. 140 mg/dl entsprechen 7.78 mmol/l.
Auch hier steht eine Gewichtsabnahme unter Einhaltung einer strengen Diät, bei körperlicher Aktivität im Vordergrund einer Behandlung. Erst wenn dies nicht zum gewünschten Ziel führt erfolgt eine medikamentöse Therapie.
Diätratgeber finden Sie in Ihrer Apotheke.


Tabelle 3: Blut-Parameter zur Bestimmung von Schilddrüsen-Krankheiten

NormbereichUrsache wenn erhöhtUrsache wenn erniedrigt
Gesamthormon T30,7 m g/dl — 2,0 m g/dl (= 1,10 — 3,10 nmol/l)HyperthyreoseHypothyreose
Gesamthormon T45,0 m g/dl — 12,0 m g/dl (= 65 — 155 nmol/l)Hyperthyreose, Thyreoiditis, jodhaltige MedikamenteHypothyreose, extremer Jodmangel
Freies Hormon T30,3 ng/dl — 0,6 ng/dl (= 5,4 13,3 pmol/l)
Freies Hormon T40,8 ng/dl — 2,0 ng/dl (0 10 — 26 pmol/l)

Ab der 12. Schwangerschaftswoche sind die Gesamthormonwerte um bis zu 50% eröht.

Die Schilddrüsenhormone (T3 und T4) beeinflussen diverse Abläufe, wie den Energiehaushalt, Förderung der Gehirnreifung und die Funktionsfähigkeit der Muskulatur.

 

Tabelle 4: Weitere Richtwerte

 

NormbereichSI-EinheitenUrsache wenn erhöhtUrs. wenn erniedrigt
a -Amylase< 170 U/l Pankreatitis, AlkoholismusSchwere Pankreasschädigung
GOT = ASATm : < 18 U/l
n : < 15 U/l
Hepatitis, Herzinfarkt, Hyperthyreose
GPT = ALATm : < 22 U/l
n : < 17 U/l
Hepatitis
LDH< 240 U/l Herzinfarkt, Schock
g -GTm : < 28 U/l
n : < 18 U/l
Alkoholismus, Leberzirrhose, Virushepatitis
Bilirubin insgesamt< 1,0 mg/dl< 17,1 m mol/lLebererkrankungen
Albumin 58,5 — 70,0 % Akute Entzündungen, Leberfkt.-störung
Harnsäurem : < 7 mg/dl
n : < 6 mg/dl
< 416 m mol/l
< 357 m mol/l
Gicht, Niereninsuffizienz, AlkoholismusLebererkrankungen
Harnstoff< 50 mg/dl< 8,3 mmol/lNierenversagen, eiweißreiche Ernährung
Natrium132 — 155 mval/l132 — 155 mmol/lNach FlüssigkeitsverlustHyperglykämie, Hypothyreose
Calcium2,1 2,9 mval/l2,1 — 2,9 mmol/lKnochenmetastasen
Hyperparathyreo-idismus
Hypoparathyreo-idismus, Pankreatitis, Vit.-D-Mangel
Eisenm : 80 — 150 m g/dl
n : 60 — 140 m g/dl
14,3 — 26,9 m mol/l
10,7 — 25,1 m mol/l
Infektionen, BluttransfusionenSchwangerschaft, chr. Blutungen, Magen-Darmerkrankungen
Kupfer65 — 165 m g/dl10,2 — 26,0 m mol /lÖstrogengaben, Leukämien, Hepatitis
Infektionen
Morbus Wilson
Magnesium1,58 — 2,43 mg/dl0,65 — 1,0 mmol/lUrämieAlkoholismus, Hyperthyreose, Pankreatitis

 

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