Ihr Geld

Jeder möchte gern Geld sparen. Im Rahmen der Zuzahlungen für Medikamente hat der Gesetzgeber die Härtefallregelung (20.12.1999) geschaffen, die Versicherte mit einem geringen Einkommen von der Zuzahlung befreit.


Zuzahlungsbefreiung

Um eine finanzielle Überforderung des Patienten zu vermeiden, gelten seit 01.01.2004 folgende Belastungsgrenzen:
Die jährlichen Zuzahlungen beschränken sich auf höchstens 2% des zu berücksichtigenden jährlichen Familien-Bruttoeinkommens.
Für chronisch Kranke, die wegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung sind, gilt eine Grenze von 1%.

Achtung: Eine mögliche Befreiung gilt immer nur im laufenden Kalenderjahr. Mit Beginn eines neuen Jahres gilt wieder eine Zuzahlungspflicht.

Zusätzlich gibt es Freibeträge für Ehegatten und für familienversicherte Kinder. Das Familien-Bruttoeinkommen verringert sich somit im Jahr 2017 um folgende Beträge:

Freibetrag erster Angehörige:     5.355 €
Freibetrag jeder weitere Angehöige:    3.570 €
Für jedes zu berücksichtigende Kind:  7.356 €.

Die Freibeträge gelten nicht für Bezieher von Sozialhilfe.

www.verbraucherzentrale.de/zuzahlung-befreiung

Als Zuzahlungen gelten:

Zuzahlungen zu Arznei-, Verband- und Hilfsmitteln
Praxisgebühren bei Arzt- und Zahnarztbesuchen
Zuzahlungen zu Heilmitteln (Massagen, Krankengymnastik, Ergotherapie et c.)
Zuzahlungen im Krankenhaus, bei der stationären Vorsorge und Rehabilitation
Zuzahlungen zu genehmigten Fahrkosten
Zuzahlungen bei Inanspruchnahme von häuslicher Krankenpflege oder bei einer Haushaltshilfe
Außergewöhnliche Belastungen

Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählt das Finanzamt auch Krankheitskosten und Unfallkosten. Dabei hält das Finanzamt je nach Einkommen einen bestimmten Prozentsatz der Einkünfte für zumutbar, d. h. diese Grenze muß erst überschritten werden.

Gesamtbeitrag der Einkünfte in Euro (€)bis 15.340 bis 51.130 über 51.130
1. bei Steuerpflichtigen, die keine Kinder
haben und bei denen die Einkommensteuer
zu berechnen ist:
a. nach § 32a Abs. 1 EstG5%6%7%
b. nach § 32a Abs. 5 oder 6 EstG 4%5%6%
(Splitting-Verfahren)
2. bei Steuerpflichtigen mit:
a. 1 Kind oder 2 Kindern2%3%4%
b. 3 oder mehr Kindern1%1%2%